ASRock 4Core1600Twins-P35D
Oldie but Goldie?

Schon im letzten Jahr stellte Intel den Intel Bearlake aka. P35 vor welcher den P965 Chipsatz ersetzen soll. So werden mit diesem Chipsatz die FSB1333 CPU’s unterstützt, ebenfalls gibt es erstmals eine Unterstützung für DDR3 Speicher. Im Februar diesen Jahres schaffte es der Chipsatz endlich auf die PCB’s von ASRock. Insgesamt gibt es vier Mainboard - Variationen bei ASRock mit dem P35 Chipsatz.
Nachdem wir euch bereits ASRock Sockel 775 Boards mit NF650i, NF680i, P43 & P45 Chipsatz vorgestellt haben, haben wir uns heute einem angehenden Auslaufmodel zugewandt, den Intel P35 Chipsatz. Das ASRock 4Core1600Twins-P35D ist kein Highend Mainboard, auch wenn es in Sachen Ausstattung durchaus besticht. DDR2 oder DDR3 Speicher kann verwendet werden, GB-LAN, 7.1 HD Audio und die Möglichkeit ein 16/4 Crossfire System aufzubauen wäre da auch noch zu erwähnen. Die Elektrolytkondensatoren die noch auf dem 4Core1600Twins-P35 Verwendung fanden wurden auf dem 4Core1600Twins-P35D durch hochwertige Japanische Feststoffkondensatoren ausgetauscht, was eine bessere Spannungsversorgung gewährleisten soll.
Unser Dank geht an ASRock für die schnelle und problemlose Bereitstellung des Testsamples.
Testsystem Teil 1
- Bios 1.10
- Intel® Core2Duo® E8200 (2x 2666MHz, 6MB shared Cache)
- Kühler: Scythe Ninja Plus Rev. B
- 2x 1GB Team Group Xtreem-Dark ( PC2-6400, 4-4-4-12)
- 1x IBM IC35L040AVVA07
- Enermax Liberty 500Watt
- Point of View GeForce 9600GT 512MB
Verwendete Treiber
- Windows XP SP3 mit allen aktuellen Updates
- Intel INF 9.0.0.1008 WHQL
- Realtek HD-Audio-Codec Treiber R1.96
- NVidia GeForce 175.19 WHQL
Der Chipsatz

Die Spezifikationen des P35 sehen einen max. FSB von 1333MHz und eine maximale DDR2 Speichertaktung von 800MHz bzw. DDR3 Speichertaktung von 1066MHz vor. ASRock greift wieder einmal mehr in die Trickkiste und ermöglicht somit einen max. FSB von 1600MHz (im OC-Modus) und eine maximale DDR2 Speicherfrequenz von 1066MHz bzw. DDR3 Speicherfrequenz von 1333MHz. Zwölf USB2.0 Ports werden vom Chipsatz unterstützt, ASRock gewährt hier jedoch nur die Möglichkeit, zehn davon zu Betreiben, da zwei für das WiFi-Modul reserviert werden. Zudem bietet der Chipsatz CrossFire Unterstützung welche durch eine x16/x4 Anbindung realisiert wird, welche aber nicht wirklich als optimal einzustufen ist, da es doch zu Leistungsverlusten kommen kann.
Spezifikationen des Boards
- CPU
- LGA 775 for Intel® Core 2 Extreme / Core 2 Quad / Core 2 Duo / Pentium® Dual Core / Celeron®, supporting Penryn Quad Core Yorkfield and Dual Core Wolfdale processors
- Compatible with FSB1600*/1333/1066/800 MHz
- Supports Hyper-Threading Technology
- Supports Untied Overclocking Technology
- Supports EM64T CPU
- * CPU läuft im Overclocking-Modus
- Chipsatz
- Northbridge: Intel® P35
- Southbridge: Intel® ICH9
-
- Speicher
- Dual Channel DDR3/DDR2 (separat)
- 2 x DDR3 DIMM slots
- Unterstützt DDR3 1333/1066/800 non-ECC, un-buffered memory
- Maximale Kapazität: 4GB
- 4x DDR2 DIMM slots
- Unterstützt DDR2 1066/800/667
- Maximale Kapazität: 8GB
- Erweiterungsslots
- 2x PCIe 2.0 x16 slots (weiss@x16 modus, lila@x4 modus)
- Supports ATI Crossfire
- 3x PCI slots
- Audio
- 7.1 CH Windows® Vista Premium Level HD Audio (ALC888 Audio Codec)
- LAN
- PCIE x1 Gigabit LAN 10/100/1000 Mb/s
- Realtek RTL8111B/RTL8111C
- Interne Anschlüsse
- 4 x SATAII 3.0 Gb/s connectors, support NCQ, AHCI and Hot Plug functions
- 1 x eSATAII 3.0 Gb/s connectors (shared with 1 SATAII ports)
- 1 x ATA133 IDE Anschluß
- 1 x Floppy Anschluß
- 1 x DeskExpress Hot Plug Detection header
- 1 x HDMI_SPDIF header
- CPU/Chassis FAN connector
- 24 pin ATX power connector
- 8 pin 12V power connector
- SLI/XFire power connector
- 1 x CD in Header
- 1 x WiFi/E header
- Front panel audio connector
- 3 x USB 2.0 headers (support 6 USB 2.0 ports)
- Anschlüsse am ATX Panel
- 1 x PS/2 Tastatur
- 1 x PS/2 Maus
- 1 x Serial Port: COM1
- 1 x Parallel Port (ECP/EPP Support)
- 4 x Ready-to-Use USB 2.0 Ports
- 1 x RJ-45 LAN Ports with LED (ACT/LINK LED and SPEED LED)
- 1x eSATA2
- HD Audio Jack: Side Speaker / Rear Speaker / Central / Bass / Line in / Front Speaker / Microphone
Herstellerangaben laut asrock.com
Die Ausstattung des ASRock 4Core1600Twins-P35D ist etwas abgespeckt. So bietet das Board neben 4 SATA2 Ports, einem IDE Port, 10 USB 2.0 Ports und auch Unterstützung für eSATA2. Zudem bietet ASRock die Möglichkeit ein WLAN Modul mit Realtek RTL8187L Chipsatz zu betreiben. Dieses Modul ist per USB angebunden, wodurch zwei der theoretisch zwölf USB 2.0 Ports reserviert sind. Dieses ist jedoch nicht im Lieferumfang enthalten.
Das 4Core1600Twins-P35D bietet den altbewährten ALC888 HD-Audio Codec aus dem Hause Realtek, welcher schon etwas in die Jahre gekommen ist, aber dafür immer noch ausreichende Leistung bringt und recht gut klingt.
Impressionen des ASRock 4Core1600Twins-P35D

Der Lieferumfang des Boards ist ausreichend für seine Preisklasse. Da wären zum einen
- ein Mehrsprachiges Benutzerhandbuch
- eine ATX-Blende
- vier SATA Kabel
- ein 80adriges IDE-Kabel
- ein Floppykabel
- ein HDMI-SPDIF-Kabel
- ein SATA Stromadapter
Der Karton des ASRock 4Core1600Twins-P35D kommt ASRocktypischen Design daher. Somit sieht der Kunde auf den ersten Blick, dass es sich hier um ein Mainstream-/Lowendboard handelt. Das Handbuch des Boards ist in verständlichem Deutsch geschrieben. Leider gibt es das umfangreiche Handbuch, mit Informationen zum Bios etc. nur im Internet oder auf der Support CD. Zudem gibt es das umfangreiche Handbuch nur in englischer Sprache.

Das Board ist komplett mit vergossenen Spulen und Feststoffkondensatoren ausgestattet. Die Kühlung des Chipsatzes erfolgt hier durch Aluminium Kühlkörper, welche eine unterschiedliche Farbgestaltung haben. Die Kühlleistung der Kühler ist ausreichend, wenn das Board @stock läuft, sobald ein Gedanke in Richtung Übertakten geht, sollte hier wenigstens ein Lüfter auf die Northbridge kühle Luft blasen. Die maximale Oberflächentemperatur betrug 63°C während der gesamten Testdauer.
Die Positionierung der Stromanschlüsse ist ASRocktypisch etwas unglücklich gewählt. Hinzu kommt noch, dass die Stromanschlüsse falsch herum aufgesetzt sind. Sobald ein größerer Kühler, wie in unserem Fall der Scythe Ninja, verbaut wird, ist es unmöglich die Stromstecker zu lösen. Hierzu muss erst der Kühler entfernt werden.
Die vier SATA2 Ports und der IDE Port sind gut platziert. Der Floppy Port ist, wie bei fast allen Mainboards heutzutage, an das Ende der Platine gewandert. Somit muss der Kunde ein langes Kabel quer durch das Gehäuse verlegen.
ASRock setzt beim 4Core1600Twins-P35D nach wie vor auf ganze 3 PCI Slots. Beim Einsatz von Crossfire bleiben noch zwei der drei Slots nutzbar. Auch gibt es beim 4Core1600Twins-P35D nur zwei Lüfteranschlüsse, was sehr schade ist.
Insgesamt ist das Layout des Boards sehr gut gestaltet, aber die Stromanschlüsse hätten besser positioniert/aufgesetzt sein müssen.
|
|
|
In der unteren, linken Hälfte des Boards sind hauptsächlich die Chips der Onboardkomponenten angesiedelt. (1) zeigt den Realtek 8211C Ethernet Transceiver Chip, (2) der Winbond W83627DHG-A Super IO Chip und (3) Realtek ALC888 Audiocodec.
|
(1) der gesockelte Bioschip, (2) die zusätzlichen USB2.0 Header (3) die vier S-ATA II Ports, sowie rechts daneben der Chassis Fan Anschluss (4) der JMB368 IDE-Controller Chip.
|
|
|
|
Die beiden PEG Ports des ASRock 4Core1600Twins-P35D. Der weisse Port ist für den Single Betrieb vorgesehen und mit 16 Lanes angebunden. Der lilafarbene Slot ist für den CrossFire Betrieb vorgesehen und mit 4 Lanes angebunden. Der CrossFire Betrieb mit der ungünstigen 16x/4x Anbindung realisiert.
|
Das Unterteil des Boards in einer Komplettansicht:
(1) HDMI SPDIF und Front audio Header, (2) Panel-& Speaker Header, (3) die vier S-ATA II Ports, sowie rechts daneben der Chassis Fan Anschluss, (4) Clear CMOS Jumper & BIOS Batterie
|
|
|
|
(1) PWM-CPU-Fan Anschluss, eSATA2 Anschluss und der 8pin 12V ATX Anschluss (2) ATX & SLI/XFire Stromanschluss (3) der L6714D von ST, zuständig für die Regelung der CPU-Spannung (4) DDR2 (gelb & orange) & DDR3 (grün) Speicherslots und (5) der IDE-Port
|
Das ATX-Panel, mit den wichtigsten Anschlüssen.
Neben den beiden PS/2 Anschlüssen, gibt es sechs analoge Audioausgänge, einen eSATA-, einen LAN-, vier USB 2.0- COM- und Parallel Anschluss.
|
|
|
|
| Der Intel P35, hier verwendet ASRock ein Wärmeleitpad. |
Die Intel ICH9 Southbridge. Zwischen ihr und dem Kühler, verwendet ASRock Silicon Wärmeleitpaste. |
Bios und OC
|
|
|
|
|
|
Das Advanced Hauptmenü, von hier gelangt man in die einzelnen erweiterten Bereiche.
|
Das ADV CPU Menü, hier lassen sich alle wichtigen Parameter rund um die CPU einstellen.
|
|
|
|
|
Hier lassen sich die einzelnen Latenzen des Arbeitsspeichers einstellen, sowie auch die Werte rund um LAN, Onboardsound und die einzelnen Spannungen setzen.
|
Das ACPI Settings Menü
|
|
|
|
 |
Das Advanced IDE - Configuration Menü.
|
Das Configure Super/IO Chipset Menü
|
Der Systemhealth Screen - hier lässt sich auch die Lüftersteuerung für 4 Pin CPU-Lüfter einstellen.
|
|
|
|
|
|
|
Das Bootconfiguration Menü
|
|
Das AMI-BIOS des ASRock 4Core1600Twins-P35D bietet ausreichende Einstellungsmöglichkeiten für Spannungen und Speichertimings. Die Spannungen der CPU lassen sich von 0,81875V bis 1,6V in 0,00625V Schritten verändern. Die Spannungen des Speichers lassen sich von 1,79V bis 2,72V bei DDR2 Speicher in 0,06V Schritten und von 1,5V bis 2,4V bei DDR3 Speicher ebenfalls in 0,06V Schritten verstellen. Anders hingegen sieht es mit den Spannungen der Northbridge, Southbridge und VTT aus, hier hat man nur die Möglichkeit „auto, low, middle, high und highest“ einzustellen. Für den „Normalen Benutzer“ sind diese Einstellungen völlig ausreichend, jemand mit Ambitionen zum Übertakten wünscht sich hier sicherlich mehr Einstellmöglichkeiten.
Die BIOS-Optionen in der Übersicht sehen folgendermaßen aus:
|
Multi
|
6 bis MAX in 1er Schritten
|
|
FSB
|
100-800 MHz in 1 MHz Schritten
|
|
Speicherteiler
|
DDR2: 677/800/1066MHz
DDR3: 800/1066/1333MHz
|
|
VCore
|
0.81875V bis 1,6V in 0,00625V Schritten
|
|
VDimm
|
DDR2: 1,79 - 2,72V in 0,06V Schritten
DDR3: 1,5 2,4V in 0,06V Schritten
|
|
PCI/PCIe Fix?
|
Ja, PCIe-Takt von 50-150 MHz in 1 MHz Schritten einstellbar
|
|
NB-Spannung
|
auto, low, middle, high, highest
|
|
SB-Spannung
|
auto, low, middle, high, highest
|
Die Übertaktungsmöglichkeiten des 4Core1600Twins-P35D gehen in Ordnung, mit ein paar mehr Einstellmöglichkeiten im BIOS wäre sicherlich mehr drin. 445MHz bei einem Multiplikator von 8 sind recht ordentlich für ein Mainboard seiner Klasse.
|
|
max stabiler FSB
|
max. erreichter CPU-Takt
|
max. erreichter Ramtakt |
|
ASRock Penryn1600SLI-110DB E8200
|
455 MHz
|
|
500 MHz (DDR2 1000 ) 2,02V |
|
ASRock Penryn1600SLIX3-WiFi E8200
|
475 MHz
|
|
500 MHz (DDR2 1000 ) 2,02V |
|
ASRock P45R2000-WiFi E8200
|
433 MHz
|
|
433 MHz (DDR2 866 ) 1,85V
|
|
ASRock P45R2000-WiFi E8200
|
433 MHz
|
|
500 MHz (DDR3 1000 ) 1,5V
|
|
ASRock P43R1600Twins-WiFi E8200
|
433 MHz
|
|
433 MHz (DDR2 866 ) 1,85V
|
|
ASRock P43R1600Twins-WiFi E8200
|
433 MHz
|
|
633 MHz (DDR3 1266 ) 1,5V
|
|
ASRock 4Core1600Twins-P35D E8200
|
445 Mhz
|
|
445 MHz (DDR2 890 ) 1,91V
|
Hinweis zu den Übertaktungsergebnissen. Da sich jede Komponente unterschiedlich gut oder schlecht übertakten lässt, dienen die oben angegebenen Werte nur als Richtwerte. Keinesfalls können wir euch garantieren, dass die Taktraten mit jedem Board erreicht werden.
Die Spannungen beziehen sich jeweils auf die im Bios eingestellten Werte! Manche Boards over oder undervolten hier, mehr Infos dazu findet ihr in den entsprechenden Tests der Boards. Der maximale Referenztakt wird ohne Erhöhung der Chipsatzspannung ermittelt.
Stabilität, Kompatibilität und Alltagserfahrungen
Support der Wolfdale/Yorkfield CPUs?
Laut Angabe der CPU-Support-Liste zum Testzeitpunkt
|
|
lauffähig mit DDR2/DDR3 Vollbestückung?
|
|
|
Enhanced Intel Speedstep Technologie funktioniert?
|
|
Lässt Speicher sich mit CL4 betreiben?
|
|
|
C1E funktioniert?
|
|
Lässt der Speicher sich bei DDR2 800 mit CR1T betreiben?
|
|
|
Virtualisierungstechnologie vorhanden/deaktivierbar?
|
|
S3 (STR) Standby funktioniert?
|
|
|
Stabilitätstests bestanden?
|
|
S1 Standby funktioniert?
|
|
|
SPD Timings richtig erkannt?
|
|
PCI/USB Kompatibilitätstest bestanden?
|
|
|
Taktraten mit Autosettings korrekt?
|
|
Hot Plug funktioniert?
|
|
 -> Fuktioniert ohne Einschränkungen,  -> Funktioniert mit Einschränkungen,  -> Funktioniert nicht oder nur schlecht
Im Alltagsbetrieb schlägt sich das ASRock 4Core1600Twins-P35D ausgezeichnet. Die Speichertimings und Taktraten wurden mit Autosettings nicht korrekt erkannt. Unser DDR2 800 Speicher lief mit 533MHz und den Timmings 4-4-4-12. Der Speicher ließ sich ebenfalls nicht mit eine Command Rate von 1T betreiben, da es keine Option hierfür im BIOS gibt. Eine „Vollbestückung“ mit DDR2 Speicher funktionierte Problemlos. DDR3 Speicher stand zum testzeitpunkt nicht zur Verfügung.
Die Energiesparoptionen EIST/C1E funktionieren problemlos, ebenfalls funktionierten die einzelnen Standbyfunktionen unproblematisch. Im „Suspend to RAM“ Modus liefen die Lüfter jedoch weiter.
Kompatibilitätsprobleme mit unterschiedlichsten USB/PCI Geräten konnten wir während der gesamten Testdauer nicht feststellen.
Die Autotaktraten des ASRock 4Core1600Twins-P35D werden korrekt ausgegeben und man hält sich genau an die Intel Vorgaben. Der DDR2 Speicher wurde beim ersten Systemstart nur als DDR2 533 erkannt. Die Timings waren beim ersten Start JEDEC-Konform, aber waren nicht . Diese kleinen Übel lassen sich im BIOS jedoch problemlos auf den richtigen Wert setzen.
Spannungsschwankungen gab es nur bei der Übertaktung der CPU, hier untervoltet das Board minimal um 0,002V, was aber im Bereich der Mess- und Auslesetoleranzen liegt. Der Speicher wird beim Autosettings mit 1,85V betrieben, was ein leichtes übervolten darstellt. Dies kann aber durch manuellen Eingriff im Bios verändert werden. Somit lässt sich die Vdimm Spannung problemlos auf 1.8V festsetzen.
Mit minimal erhöhten Speichertimmings war uns ein synchrones Betreiben des Speichers zum Frontsidebus möglich, und somit erreichten unsere DDR2-800 Speicherriegel eine Frequenz von 890MHz bei einer Spannungserhöhung von nur 0,1V.
Die Lüftersteuerung des PWM CPU Lüfters lässt sich in 10 Stufen verstellen. Die Regelung ist über das BIOS, per SpeedFan oder dem ASRock OC-Tuner möglich. Der Gehäuselüfteranschluss lässt sich allerdings nicht regeln. Hier eine kleine Übersicht über die jeweiligen Lüftersteuerungslevel und der daraus resultierenden Drehzahl unseres Scythe Kama PWM 92mm (DFS922512M-PWM). Je nach Lüfter können die Ergebnisse natürlich variieren.
|
Level
|
Drehzahl (UPM)
|
|
1
|
0
|
|
2
|
310
|
|
3
|
620
|
|
4
|
1023
|
|
5
|
|
|
6
|
1688
|
|
7
|
2106
|
|
8
|
|
|
9
|
2486
|
|
10
|
2577
|
Die Lüftersteuerung des 4Core1600Twins-P35D funktioniert perfekt und lässt sich sehr gut gewählten Schritten einstellen. Die verwendeten Kühlkörper auf North- & Southbridge sind ausreichend dimensioniert, jedoch empfiehlt sich vor Inbetriebnahme des Mainboards die verwendeten Wärmeleitkomponenten durch hochwertigere Wärmeleitpaste zu ersetzen.
ASRock OC-Tuner Software
Auch das P43R1600Twins-WiFi unterstützt die ASRock OC Tuner Software.
Mit der Software ist es möglich, einige Spannungen und Taktraten unter Windows zu verändern, die Lüftersteuerung zu konfigurieren oder einfach nur den Systemstatus zu überwachen.
Für ernsthafte OC-Versuche empfehlen wir jedoch, diese im BIOS vorzunehmen, da ein Übertakten „On-The-Fly“ auch einige Risiken bürgen.
Wünschenswert wären noch zwei Optionen, zum einen ein „Default Button“, zum anderen eine Möglichkeit den OC-Tuner zum Infobereich zu minimalisieren.
Summary
|
Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB
|
+0.02, -0.09
|
Excellent
|
|
Noise level, dB (A)
|
-80.5
|
Good
|
|
Dynamic range, dB (A)
|
80.6
|
Good
|
|
THD, %
|
0.0075
|
Very good
|
|
THD + Noise, dB (A)
|
-73.7
|
Average
|
|
IMD + Noise, %
|
0.044
|
Good
|
|
Stereo crosstalk, dB
|
-84.4
|
Very good
|
|
IMD at 10 kHz, %
|
0.092
|
Good
|
|
General performance
|
|
Very good
|
Die Gesamtperformance des Onboardsounds ist insgesamt sehr gut, laut dem Rightmarkt Audio Analyzer 6.0.6. Mit dem mitgelieferten Treiber R1.91 klang die Ausgabe auf unserem Cambridge Soundworks Digital 2.1 System etwas blechern. Der R1.96 brachte die Klarheit wieder und der Klang unserer Test CD, war überzeugend.
Testsystem Teil 2
Treibereinstellungen
NVidia GeForce 175.19 WHQL
- Texturfilterung: Qualität
- Vertikale Synchronisierung: Aus
- MipMaps erzwingen: keine
- Anisotrope Muster-Abtastoptimierung: Aus
- Negativer LOD-Bias: Clamp
- Gamma-angepasstes AA: Ein
Benchmarks
Everest Ultimate 4.50
- Hersteller: Lavalys
- Download
- Typ: Synthetischer Benchmark
- Beschreibung: Einfacher Test mit Standardsettings - Durchschnitsswerte aus 3 Messungen (bei Speicherbenchmarks)



.
Cinebench R10
- Hersteller: Maxon
- Herstellerseite
- Typ: Synthetischer Rendering-Benchmark auf Basis der Cinema 4D-Engine
- Beschreibung: Einmaliger Durchlauf der 64 Bit Version auf Standardsettings
- Hersteller: Futuremark
- Herstellerseite
- Typ: Synthetischer Systembenchmark
- Beschreibung: Einmaliger Durchlauf auf Standardsettings

WinRar
- Hersteller: Rarlab
- Download
- Typ: Packsoftware
- Beschreibung: Test mit dem integrierten Benchmark (Multithreaded)
- MultiCore optimiert: Ja
Tmpgenc mit DivX 6.8
- Hersteller: Pegasys/TMPGInc.
- Download
- Typ: Videoencoder
- Beschreibung: Wir haben die HD1920 AVI-Version (AVI, MPEG4 / AC3 5.1 Surround) des Elephants Dream Videos genutzt und es mittels TMPEGEnc in ein DivX Video umgewandelt. Die Bitrate lag bei 3000 kBit/s, der Sound bei 192 kBit/s.

Super Pi 1.5 XS-Mod
- Hersteller: XS
- Herstellerseite
- Typ: Synthetischer Benchmark
- Beschreibung: Durchlauf der 1MB und 4MB Version



Futuremark 3DMark 06
- Hersteller: Futuremark
- Herstellerseite
- Typ: Synthetischer 3D Benchmark
- Beschreibung: Einfacher Durchlauf mit den Standardeinstellungen


Futuremark 3DMark 05
- Hersteller: Futuremark
- Herstellerseite
- Typ: Synthetischer 3D Benchmark
- Beschreibung: Einfacher Durchlauf mit den Standardeinstellungen

- Hersteller: Monolith
- Herstellerseite
- Typ: Game
- Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Spieleszene der Demoversion. Die angegeben Werte entsprechen den Durchschnittswerten aus 5 Messungen.
Need for Speed - Pro Street
- Hersteller: EA Games
- Herstellerseite
- Typ: Game
- Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Spieleszene der Demoversion. Die angegeben Werte entsprechen den Durchschnittswerten aus 5 Messungen.

- Hersteller: Digital Extremes
- Herstellerseite
- Typ: Game
- Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS, der UT 3 Beta Demo und dem UT-Bench Tool die Map "dm_Shangri La_bot"


Leistungsaufnahme




Die Leistungsaufnahme von 8W im S3 Standbymodus, resultieren auf Grund von weiter drehenden Lüftern.

Fazit
Nach erfolgreichen Tests fassen wir die wichtigsten Dinge noch einmal zusammen.
Was den Lieferumfang angeht, ist ASRock bei dem 4Core1600Twins-P35D eher etwas spartanisch geblieben. In Sachen Ausstattung ist es fast perfekt, hier gibt es nur die wenigen Lüfteranschlüsse zu bemängeln. Die Funktion des CPU PWM Anschlusses ist sehr gut abgestimmt, die Lüftersteuerung regelt in optimalen Stufen. Somit kann jeder Benutzer den PWM Lüfter seinen Bedürfnissen anpassen. Die Positionierung bzw. das Aufsetzen der Stromanschlüsse ist ebenfalls nicht sehr gelungen, hier muss ein größerer CPU Kühler erst demontiert werden, bevor die Anschlüsse entfernt werden können.
Der Realtek ALC888 erweist sich mit einem aktuellen Treiber als gut gewählter Soundchip. Störgeräusche sind während des gesamten Betriebs fern geblieben, also kein lästiges „Mausknattern“.
In der gesamten Testdauer kam es zu keinerlei Problemen oder Instabilitäten. Selbst bei einem schlecht belüfteten System sollte es keine großartigen Temperaturprobleme geben, wenn das System mit Standardspezifikationen betrieben wird, behalten beide Chips einen relativ kühlen Kopf. Die Wärmeleitkomponenten der beiden Kühler wurden durch AC Silver5 (NB) und AC Ceramique (SB) vor Testbeginn erneuert. Die PCI Slots wurden durch eine SB Audigy 2 ZS und eine Typhoon TV-Karte auf Tauglichkeit getestet. Auch hier gab es keinerlei Komplikationen als wir die Karten in den unterschiedlichsten Slots hin und her tauschten.

Die Performance des Boards ist trotz der wenigen Einstellmöglichkeiten im BIOS hervorragend. Während der gesamten Testphase stellten wir keinerlei Spannungsschwankungen fest. In Sachen Übertaktungsmöglichkeiten waren wir ein wenig überrascht, obwohl es nur wenige Einstellmöglichkeiten im BIOS gibt, war ein FSB von 445MHz bei einem Multiplikator von 8 möglich. Eine Spannungserhöhung war hierzu nicht nötig um einen CPU Takt von mehr als 3500MHz zu erreichen. Das erreichte Ergebnis geht völlig in Ordnung, mit ein paar mehr Einstellmöglichkeiten im BIOS sollte auch mehr möglich sein, das Potenzial ist beim ASRock 4Core1600Twins-P35D vorhanden. Der Speichertakt und die Speichertimings wurden mit „Autoeinstellungen“ und beim ersten Start, nicht richtig erkannt. Auch war es nicht möglich den Speicher mit einer Command Rate von 1T zu betreiben, da das BIOS keine Einstellmöglichkeit hierfür bietet.
Der Preis des ASRock 4Core1600Twins-P35D ist mit rund 60,00 Euro wirklich „HOT“ und die Leistung für ein „Budget“ Board hervorragend. Was die Verleihung von zwei Awards möglich macht. Es bekommt zum Abschluss unseres Tests die volle Kaufempfehlung.
Das ASRock 4Core1600Twins-P35D hat sich den „PCTreiber.net HOT STUFF AWARD“ und „PCTreiber.net PRICE AWARD“ durchaus verdient.

|
Positiv
|
Negativ
|
|
passiv gekühlt
|
Geringe Anzahl an Lüfteranschlüssen
|
|
Performance
|
"Richtung" der Stromanschlüsse
|
|
Ausstattung (CF, WiFi, DDR2/DDR3)
|
-
|
|
Lüftersteuerung
|
-
|
|
Leistungsaufnahme
|
-
|
|
Preis
|
-
|
Tester und Autor: Der Pepper
Layout: ASRock_USer
Benchmarktabellen: ASRock_USer
Zum Support-Thread
|